1. Juni 2021
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Zur Natur? Immer an der Wand lang!

Grüne Oasen sprießen in den Großstädten wie Pilze aus dem Boden, nein, eher aus den Dächern. Denn urbane Gärten – auch City Gardens genannt – sind eine beliebte Alternative für Städter, die keine zweite Heimat auf dem Land und trotzdem Sehnsucht nach Natur haben. Der Grund für den Boom ist vielleicht das Bewusstsein für selbst angebautes Obst und Gemüse. Oder für das Kontrastprogramm zur Digitalisierung. Egal, was uns antreibt, die städtische Flora verbessert das Mikroklima und bietet fleißigen City-Bienen ein Festmahl. Entstanden ist der Trend vermutlich im New York der 1970er Jahre als Protest gegen die schlechten Lebensbedingungen in manchen Vierteln. Hierzulande jedoch werden die Dächer, Fassaden, Innenhöfe und Balkone jedoch aus Liebe zur Natur begrünt.

Wenn Sie keinen bestehenden „Acker“ im Vorgarten oder Hinterhof haben, brauchen Sie Behälter zum Bepflanzen. Die meisten Gemüsesorten gedeihen auch in Kisten, Kübeln und Hochbeeten – zum Beispiel Salate, Karotten, Radieschen, Erdbeeren, Paprika oder Tomaten. Mehr Raum brauchen dagegen Zucchini, Kürbis oder Rhabarber. Trend unter Hobbygärtnern: Kartoffeln und Erdnüsse im Blumentopf ziehen – damit machen Sie Ihre Chips und Knabbereien für lange Winterabende selbst!

 

In alle Richtungen pflanzen

Sehr beliebt sind in Stadtvierteln sind Gemeinschaftsgärten – sowohl auf den Grundstücken von Mehrfamilienhäusern (mit Erlaubnis des Vermieters) als auch auf öffentlichen Flächen. Für diese brauchen Sie die Zustimmung des zuständigen Grünflächenamts, das jedoch mit einem guten Konzept zu überzeugen ist. Schließlich verbessern diese Projekte unsere Lebensbedingungen, die Bodenqualität und den Lärmschutz.

Falls Sie keinen Zugang zu einem Dach- oder Gemeinschaftsgarten in der Stadt, aber dafür einen Balkon haben, können Sie auch zum Hobbybuddler werden. Selbst auf der kleinsten Fläche ist Raum für eine große Ernte – indem das Balkongeländer und die Wände miteinbezogen werden. Der sogenannte vertikale Garten macht jede Wand zum Acker – und zum Blickfang. Für die Bepflanzung eignen sich Türme aus Tontöpfen, Pflanzentaschen oder -treppen, hochstellte Europaletten oder hängende Blumenampeln.

Falls Sie Garteneinsteiger sind, bekommen Sie Tipps und Tipps für Ihren grünen Daumen Internet, durch Fachliteratur oder einen echten Profi. Und wenn Sie doch mal raus aus der Stadt wollen, wartet der nächste Trend: Urban Farming!

 

DIY Urban Jungle

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